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Naturheilverfahren biblisch hinterfragt

Über 400 alternative Heil- und Diagnoseverfahren aus biblischer Sicht bewertet

Aschner-Verfahren

Aschner-Verfahren im Licht der Bibel bewertet

Das Aschner‑Verfahren gehört zu den ältesten naturheilkundlichen Methoden. Es umfasst verschiedene Ausleitungs‑ und Ableitungsverfahren, die den Körper dabei unterstützen sollen, belastende Stoffe loszuwerden. Die Grundidee dahinter ist sehr alt und geht bis zu Paracelsus zurück, der meinte, dass der Körper schädliche Stoffe ausleiten möchte, wenn Schmerzen entstehen.

Begründer der modernen Form dieser Verfahren ist der Wiener Arzt Bernhard Aschner (1883–1960). Er war Gynäkologe und beschäftigte sich intensiv mit der Konstitution des Menschen, also mit der individuellen körperlichen und seelischen Veranlagung. Er ordnete die verschiedenen Ausleitungsverfahren systematisch und prägte so den Begriff „Aschner‑Verfahren“.

Aschner-Verfahren

Aschner ging davon aus, dass viele Menschen bestimmte Schwachstellen im Körper haben, die sie anfälliger für Krankheiten machen. Durch gezielte Ausleitung sollte der Organismus entlastet und die Selbstheilung unterstützt werden. Diese Methoden wurden früher häufig in der Medizin eingesetzt und werden heute vor allem von Heilpraktikern angewendet.

 

Zu den klassischen Aschner‑Verfahren gehören:

  • Aderlass – Dabei wird eine kleine Menge Blut entnommen, um den Kreislauf zu entlasten und den Stoffwechsel anzuregen.
  • Schröpfen – Mit Schröpfgläsern wird ein Unterdruck auf der Haut erzeugt, der die Durchblutung fördert und Verspannungen lösen kann.
  • Blutegeltherapie – Blutegel saugen eine geringe Menge Blut und geben gleichzeitig Stoffe ab, die entzündungshemmend wirken können.
  • Baunscheidt‑Therapie – Die Haut wird leicht angeritzt und mit einem Öl eingerieben, um eine Reizreaktion auszulösen.
  • Innere Ausleitung über Darm, Niere, Leber oder Lymphe – meist mithilfe von Pflanzenheilkunde oder homöopathischen Mitteln.

 

Diese Verfahren sollen den Stoffwechsel entlasten, die Ausscheidung fördern, Schmerzen lindern und das Immunsystem stärken. Sie werden oft bei chronischen Beschwerden, Schmerzen des Bewegungsapparates, Durchblutungsstörungen oder Stoffwechselproblemen wie Gicht eingesetzt.

Aschner verband äußere Methoden wie Schröpfen oder Aderlass mit inneren Anwendungen und schuf daraus ein ganzheitliches Konzept der Konstitutionstherapie. Sein Ziel war es, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern die grundlegende Regulation des Körpers zu verbessern.

Bis heute gelten die Aschner‑Verfahren als wichtige naturheilkundliche Methoden, die den Körper auf sanfte Weise unterstützen sollen. Sie werden individuell ausgewählt, je nach Konstitution, Beschwerden und Belastungen des Patienten.

Aschner-Verfahren aus biblischer Sicht auf mögliche spirituell-esoterische, magische oder okkulte Belastungen hin bewertet

Bei den Aschner-Verfahren sind keine spirituell-esoterischen, magische oder okkulte Einflüsse, die aus Sicht der Bibel bedenklich wären, zu erkennen. Je nach Behandler können allerdings solche Einflüsse hinzukommen.

 

  • Die Bibel beschreibt den Menschen als Einheit aus Körper, Seele und Geist. Das passt zur Konstitutionstherapie, die ebenfalls den ganzen Menschen im Blick hat. (1. Thessalonicher 5,23)
  • Der Körper wird als „Tempel des Heiligen Geistes“ bezeichnet. Alles, was dem Körper gut tut, kann sinnvoll sein, solange es nicht gegen Gottes Willen geht. (1. Korinther 6,19–20)
Bibel - Heilige Schrift
  • Natürliche Mittel wie Wasser, Pflanzen oder Bewegung sind Teil der Schöpfung. Die Bibel zeigt, dass Gott die Natur gegeben hat, damit der Mensch sie nutzen kann. (1. Mose 1,29)
  • Heilung kommt letztlich von Gott. Natürliche Therapien können helfen, aber sie dürfen nicht an die Stelle Gottes treten. (Psalm 103,2–3)
  • Manche Methoden können weltanschauliche oder esoterische Elemente enthalten. Christen sollen prüfen, ob etwas geistlich neutral ist. (1. Johannes 4,1)
  • Die Bibel warnt davor, sich auf Kräfte oder Lehren zu verlassen, die nicht von Gott kommen. Deshalb ist Wachsamkeit wichtig. (5. Mose 18,10–12)
  • Wenn die Therapie dazu führt, dass jemand verantwortungsvoll lebt – gute Ernährung, Bewegung, Ruhe – entspricht das biblischen Prinzipien von Weisheit und Selbstbeherrschung. (Sprüche 4,20–22; Galater 5,22–23)
  • Der Mensch soll nicht glauben, er könne sich allein durch eigene Kraft gesund machen. Vertrauen auf Gott bleibt entscheidend. (Sprüche 3,5–6)
  • Eine gute Haltung ist: Dankbar für natürliche Mittel, aber das Vertrauen auf Gott als den eigentlichen Heiler behalten. (Jeremia 17,7)

 

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