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Naturheilverfahren biblisch hinterfragt

Über 250 alternative Heil- und Diagnoseverfahren aus biblischer Sicht bewertet

Magie – Beschreibung und biblische Bewertung

Die Magie (griechisch Zauberei, Blendwerk, Gaukelei) geht von übernatürlichen Kräften (Geistern, Dämonen, kosmischen Kräften) aus, die überall gegenwärtig sind. Menschen können diese Kräfte, so die Aussage der Magie, durch bestimmte kultische Praktiken, Beschwörungsformeln oder Rituale nutzbar machen.

In der Magie wird von einer universellen Verbindung des Menschen mit der Natur und dem gesamten Kosmos ausgegangen. Der Mensch, die Natur und der gesamte Kosmos sind, so die Aussage der Magie, von Kräften beseelt. Krankheit ist Ausdruck einer Störung dieser Harmonie zwischen Mensch, Natur und Kosmos. Geister und Kräfte, durch kultische, religiöse und rituelle Praktiken aktiviert, sollen die Gesundheit wiederherstellen.

In vielen Naturvölkern der Erde werden auch heute noch magische Praktiken von Schamanen und Priestern verschiedener Naturreligionen durchgeführt. In allen Kulturen der Erde besteht oder bestand eine zum Teil enge Verknüpfung der Heilkunde mit magisch-religiösen Riten und Praktiken.

Auch in unserer Gesellschaft finden Geistheiler und Schamanen wieder vermehrt Zulauf. Magisches Gedankengut findet sich auch in etlichen Naturheilverfahren wieder, die von vielen Heilpraktikern und Alternativtherapeuten angewendet werden. Der magische Hintergrund ist meistens nicht auf den ersten Blick ersichtlich, doch bei näherer Betrachtung doch gut erkennbar. Viele werden uns als sanfte Heilverfahren angeboten.

Wenn Sie den Beitrag „Esoterik – Beschreibung und biblische Bewertung“ gelesen haben, fällt Ihnen vielleicht gleich ein gewisser Zusammenhang zwischen Magie und Esoterik auf. Auch die Esoterik geht von übernatürlichen Kräften im Menschen, in der Natur und im Kosmos aus. Auch in der Esoterik geht es darum, kosmisch–spirituelle Kräfte und Energien nutzbar zu machen und sie bedient sich dazu verschiedener Techniken und Praktiken, zum Beispiel verschiedener Naturheilverfahren, die in diesem Buch vorgestellt und bewertet werden. Die Esoterik ist also sehr von einem magischen Weltbild geprägt und von magischem Denken durchsetzt. Magie und Esoterik stehen von ihrem Wesen her in direktem Gegensatz zum biblischen Glauben. Gott warnt uns davor, Zauberei (Magie) und deren Methoden zu betreiben: …..dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder Tochter durchs Feuer gehen lässt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste, oder Zauberei (Magie) treibt oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt“ (5.Mose 18,10-11).

Vier Verse weiter steht, dass Gott seinem Volk einen Propheten wie Moses erwecken wird, dem das Volk gehorchen soll. Damit weist er schon hier auf Jesus hin, der den Weg zu Gott weisen soll (5.Mose 18,15).

Gott ist Geist, wir sollen ihn anbeten (Johannes 4,24). Aber nicht jeder Geist kommt von Gott. Alle Geister, die nicht von Gott kommen, sind böse Geister und diese Geister gibt es wirklich. Sie wollen unser Leben beeinflussen und uns von Gott wegbringen.

„Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel“ (Epheser 6,11-12).

Gott hat seinen Sohn Jesus in diese Welt gesandt, an ihn sollen wir uns halten, er weist den Weg zu Gott (Johannes 14,6). Jesus ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben (Matthäus 28.18). Er ist es, der Macht hat. An ihn sollen wir uns wenden, wenn wir etwas benötigen und er befriedigt alle unsere wirklichen Bedürfnisse. Jesus ist immer bei uns, bis an der Welt Ende (Matthäus 28,20b) wer an ihn glaubt, wird Leben in Fülle haben (Johannes 7,38).

Magie und Esoterik sind ein Gottesersatz. Der Mensch ist eine Einheit von Körper, Seele und Geist. Er ist nach dem Bilde Gottes erschaffen (1.Mose 2,7, 1.Mose 1,27). Unsere Seele, unser Geist verlangt nach Gott (Psalm 42,2-3), wir sind zu Gott hin geschaffen. Wird dieses Verlangen nicht befriedigt und wenden wir uns von Gott ab, treten Götzen (heidnische Gottheiten – Ersatzgötter) und Magie als Aberglaube an dessen Stelle. Gott beklagt dies in der Bibel immer wieder, dass manche Menschen sich von ihm abwenden und sich Ersatzgötter schaffen, die keine Kraft haben. In Jeremia 2,13 lesen wir: „Denn mein Volk tut eine zwiefache Sünde: Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben.“

Der Aberglaube ist mit der Aufklärung und dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaft nicht verschwunden, er hat sich nur verändert. Der Mensch ist noch genauso abergläubisch wie im Mittelalter, nur in einer modernen Form.

Wird dem lebendigen Glauben an Jesus Christus die Türe verschlossen, kommt er als Aberglaube zum Fenster herein

Aber nicht nur Wahrsagerei, Hellseherei und Geisterbeschwörungen sind magische Rituale und damit Aberglaube und Götzendienst, auch das Tragen von Amuletten, der Glaube an Glücksbringer wie Hufeisen, Kaminfeger oder Kleeblätter, das Eintätowieren von Glückssymbolen, der Glaube an Schutzheilige, das Kartenlegen, Feng-Shui, Pendeln, Astrologie und das Handlesen zählen zur Magie.

Unsere moderne Gesellschaft hat auch moderne Götzen geschaffen, die zwar nicht magisch geprägt, aber doch moderne Ersatzgötter, also Götzen sind. Viele von uns haben sich diesen modernen Götzen verschrieben, wie zum Beispiel dem Materialismus, dem Individualismus (Selbstverwirklichung, ich bin Gott), dem Erfolgsstreben, fernöstlichen Lebensphilosophien, dem Schönheitskult, der Spaßgesellschaft und vielen anderen zeitgeistlichen Strömungen, die kommen und gehen.