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Esoterik – Beschreibung und biblische Bewertung

Eine einheitliche Definition für Esoterik gibt es nicht. Das Wort Esoterik stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet soviel wie „innerlich“. Esoterik war in der Antike eine Art Geheimlehre, die nur einem kleinen „inneren“ Personenkreis zugänglich war. Sie versteht sich als spiritueller Erkenntnisweg, an dessen Ende die „Erleuchtung“ oder das „Gott-gleich-Sein“ steht.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich viele verschiedene esoterische Zweige, so zum Beispiel die Hermetik (bezieht sich auf die Offenbarungen des griechischen Gottes Hermes), die Gnosis (deutsch „Erkenntnis“), die Astrologie, die Magie, das Freimaurertum, die Kabbala, das Rosenkreuzertum, der Okkultismus, der Spiritismus, die Theosophie, die Anthroposophie und andere mehr.

Mit dem Aufkommen der Hippie- und New-Age-Bewegung Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die Esoterik neu belebt. Auch fanden Philosophien, Weltanschauungen und Praktiken fernöstlicher Religionen Eingang in die esoterische Weltanschauung. Yoga, Meditationen, Taichi, Qigong, Mantras, Schamanismus, Energiearbeit, Reiki, Heilsteine, Bach-Blüten, das Kommunizieren mit Engeln, Feen oder Elfen und viele andere mehr sind zur völligen Normalität in unserer Gesellschaft geworden. Gerade auch in der Alternativmedizin begegnen uns viele esoterische Methoden und esoterisches Gedankengut. 

Jeder kann sich im „Supermarkt der Esoterik“ bedienen, die für ihn passenden Bauteile herausholen und sich seinen eigenen spirituellen Heilsweg „zusammenbasteln“. Der Autor Clemens Pilar beschreibt dies in seinem Buch „Yoga, Astro, Globuli“ als Do-it-yourself-Theologie.

Die Esoterik bezeichnet sich vielfach auch als „wahres Christentum“. Viele Vertreter der Esoterik bezeichnen sich als Christen, wahre Christen oder Urchristen. Sie gehen davon aus, dass das eigentliche spirituelle Wissen der Menschheit und der verschiedenen Religionen im Laufe der Jahrhunderte verfremdet und entstellt wurde. Die Hauptschuld daran soll das Christentum tragen, das durch die Unterdrückung und Zwangsmissionierung des Heidentums spirituelles Wissen und spirituelles Kulturgut zerstört habe. Die Esoterik will zu den „wahren“ spirituellen Wurzeln zurückkehren, die in einer vergangenen „Urreligion“ vorhanden gewesen sein sollen. 

Sie sieht sich als Bindeglied zwischen den Religionen, die alle noch einen kleinen Kern an Wahrheit der vergangenen Urreligion in sich tragen sollen. Sie versteht sich als eine Art Religion hinter den Religionen, die auf dem Wege zu den wahren spirituellen Ursprüngen ist. Sie will zurück zur Urreligion und letztendlich alle Religionen und Weltanschauungen in sich vereinen, auch die nichtreligiöse, humanistisch-wissenschaftliche Weltanschauung (siehe Beitrag Esoterik und Wissenschaft).

Die esoterische Weltanschauung hat sich in Deutschland und weltweit sehr stark verbreitet und findet viele Anhänger. Es ist die am schnellsten wachsende religiöse Gruppierung. Manche Experten gehen davon aus, dass sie bald als neue Weltreligion eingestuft werden müsse.


Bewertung der Esoterik aus biblischer Sicht

Die Bewertung entspringt ausschließlich meiner persönlichen Meinung, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe.

Die Tendenz der „Do-it-yourself-Theologie“ kommt unserer nach Individualismus und Selbstverwirklichung strebenden Gesellschaft sehr gelegen. Man kann sich mithilfe der Esoterik seinen eigenen Heilsweg zusammenstellen. Jeder entnimmt aus der Esoterik die für ihn passenden Teile und fügt diese in seine spirituellen Vorstellungen ein. Dabei dürfen auch einzelne Methoden, Praktiken oder Denkrichtungen der Esoterik individuell umgedeutet werden, damit es besser in die persönliche Weltanschauung passt. Die Esoterik ist sehr flexibel und man kann scheinbar damit seinen eigenen Heilsweg konstruieren und auf diesem zur „Erleuchtung“ gelangen, also „Gott-gleich-Sein“. Dieses Angebot der Esoterik ist sehr verführerisch. Das Geschöpf Mensch, das nach dem Bilde Gottes geschaffen ist (1.Mose 1,27), dreht die Tatsachen um und will Gott nach seinem Bilde schaffen. Schon die ersten Menschen, Adam und Eva, fielen auf dieses Angebot herein. Sie wollten auch Gott-gleich-Sein.

In der Bibel, im 1.Mose 3 ab Vers 1 lesen wir:

„Aber die Schlange war listiger als alle anderen Tiere auf dem Felde, die Gott der Herr gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?

Da sprach das Weib zur Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rührt sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet!

Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esset, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

Und das Weib sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon, und er aß.“

Diese Geschichte wird in der Bibel als der „Sündenfall“ bezeichnet. Die Folgen waren katastrophal. Adam und Eva mussten das Paradies, die unmittelbare Gemeinschaft mit Gott, verlassen. Der Teufel hat durch die Schlange die ersten Menschen zur Sünde verführt und hat seither Anteil an der Schöpfung Gottes und will diese zerstören. Neid, Misstrauen, Kriege, Umweltzerstörung, Krisen, Krankheiten, Leid, Ehebruch, Mobbing, Lügen und andere sind die Folge. In der Bibel (Galater 5,19-21) werden weitere Folgen genannt: Unzucht, Uneinigkeit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Fressen, Saufen.

Die Esoterik sieht die Ursachen der oben genannten Folgen in einer „spirituellen Entwurzelung“ der Menschheit. Durch esoterische Praktiken sollen die Menschen wieder zu Gott gelangen.

Menschen, die die Esoterik praktizieren, sind auf der ernsthaften und aufrichtigen Suche nach Gott. Sie spüren intuitiv, dass das hier in unserer Welt nicht alles sein kann und dass es so mit unserer Gesellschaft nicht weitergehen kann.

Leider befinden sich diese Menschen meiner Meinung nach auf der falschen „Fährte“. Die Esoterik ist nicht ein „besseres Christentum“, auch sind Esoteriker keine Christen oder Urchristen.

Die Esoterik wurde vom Teufel erschaffen, der sich als Engel des Lichts verkleidet (Johannes 14.6). Er bietet uns spirituelle Praktiken an, die christlich und göttlich erscheinen, die uns vermeintlich Gott näher bringen und uns heil und glücklich machen sollen. Die Geburtsstunde der Esoterik ist, wie Sie oben gelesen haben, die Verführung der ersten Menschen zum Sündenfall. Sie führt nicht zu Gott, sondern trennt die Menschen von Gott. Gott hat den Weg zu sich in Jesus Christus vorgegeben. Gott weiß, dass alle anderen Wege ins Verderben führen. Davor will er uns beschützen und hat dafür seinen Sohn Jesus Christus am Kreuz von Golgatha geopfert. Nur durch Jesus gelangen wir zu Gott (Johannes 3,16 und Johannes 14,6). Nur er kann alles wieder heil machen (1.Johannes 3,8b).