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Tapas-Akupressur-Technik (TAT)

Tapas-Akupressur-Technik (TAT) im Licht der Bibel bewertet

Die sogenannte Tapas-Akupressur-Technik, meist kurz TAT genannt, gehört zu den Methoden der sogenannten Energetischen Psychotherapie. Entwickelt wurde sie in den 1990er Jahren von der amerikanischen Akupunkteurin Tapas Fleming. Die Methode verbindet Elemente aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), aus der Akupressur, aus psychotherapeutischen Ansätzen sowie aus spirituell-esoterischen Vorstellungen.

Anhänger der Methode gehen davon aus, dass seelische Belastungen, traumatische Erfahrungen, Ängste oder innere Konflikte nicht nur psychisch, sondern auch energetisch im Körper gespeichert werden. Durch bestimmte Handhaltungen am Kopf und durch innere Konzentration sollen diese Blockaden gelöst werden.

Tapas-Akupressur-Technik (TAT), Meridiane

TAT wird häufig in einem ähnlichen Umfeld wie EFT (Emotional Freedom Techniques), Meridiantherapien oder Klopfakupressur angeboten. Die TAT wird auch zu den Methoden der Klopfakupressur und auch der Meridiantherapie gezählt. Oft wird behauptet, dass die Methode Stress abbauen, Traumata lösen, körperliche Beschwerden lindern oder sogar tief sitzende seelische Muster verändern könne.

Die weltanschaulichen Hintergründe

Die Methode entspringt keiner klassischen wissenschaftlichen Medizin, sondern einer Mischung aus unterschiedlichen Weltanschauungen und alternativen Heilkonzepten.

Ein wichtiger Einfluss ist die Traditionelle Chinesische Medizin. Dort wird angenommen, dass eine Lebensenergie – das sogenannte „Qi“ – durch unsichtbare Energiebahnen, die Meridiane, durch den Körper fließt. Krankheiten oder seelische Probleme sollen entstehen, wenn dieser Energiefluss gestört ist.

Die moderne Wissenschaft konnte diese Meridiane (siehe Bild) bisher allerdings nicht eindeutig nachweisen. Dennoch werden sie in vielen alternativen Heilverfahren verwendet.

Neben der TCM enthält TAT auch Elemente aus spirituell-esoterischen Denkweisen. In vielen Beschreibungen der Methode ist von „Energieblockaden“, „innerer Heilung“, „universeller Energie“ oder „Transformation“ die Rede. Manche Anbieter sprechen davon, dass belastende Erinnerungen energetisch gespeichert seien und durch TAT gelöscht oder umgewandelt werden könnten.

Teilweise werden auch Vorstellungen verwendet, die an fernöstliche Spiritualität oder New-Age-Ideen erinnern. Dazu gehören Gedanken wie:

  • der Körper speichere emotionale Energien,
  • negative Erfahrungen würden das Energiesystem stören,
  • Heilung erfolge durch das Freisetzen blockierter Energie,
  • Bewusstsein und Energie seien eng miteinander verbunden.

Manche Vertreter der Methode sprechen sogar von spirituellen Ebenen oder einer Verbindung zu höheren Bewusstseinsebenen. Andere vermeiden solche Begriffe und versuchen stattdessen, die Methode möglichst wissenschaftlich erscheinen zu lassen.

Wie läuft die Praxis der Tapas-Akupressur-Technik ab?

Im Mittelpunkt der Methode steht eine bestimmte Handhaltung. Dabei berührt eine Hand Stirn und Hinterkopf gleichzeitig. Genauer gesagt werden bestimmte Punkte rund um die Augenbrauen und der Hinterkopf gehalten. Diese Punkte sollen nach Auffassung der Methode mit Meridianen (siehe Bild) der TCM verbunden sein.

Während diese Haltung eingenommen wird, konzentriert sich die Person auf ein belastendes Thema. Das kann eine Angst, eine Erinnerung, ein Konflikt oder auch ein körperliches Problem sein.

Zusätzlich werden bestimmte Gedanken oder innere Sätze verwendet. Die betroffene Person denkt beispielsweise an:

  • das Problem selbst,
  • die Ursachen des Problems,
  • mögliche emotionale Belastungen,
  • Vergebung,
  • Loslassen,
  • Heilung.

Oft arbeitet die Methode mit festgelegten gedanklichen Schritten. Dabei soll die Person bestimmte Gefühle zulassen und gleichzeitig die Handposition halten. Anhänger glauben, dass dadurch eine Verarbeitung auf energetischer Ebene stattfindet.

Eine Sitzung kann wenige Minuten dauern, manchmal aber auch deutlich länger. Manche Menschen wenden TAT alleine an, andere besuchen Seminare oder arbeiten mit einem Therapeuten oder Coach.

Was soll bei der Methode wirken?

Nach den Vorstellungen der TAT-Anhänger soll die Technik mehrere Ebenen gleichzeitig beeinflussen.

Erstens soll sie das Energiesystem des Körpers harmonisieren. Dabei wird angenommen, dass psychische Probleme mit Störungen im Energiefluss zusammenhängen.

Zweitens soll durch die Konzentration auf belastende Erinnerungen eine emotionale Verarbeitung stattfinden. Manche vergleichen dies oberflächlich mit psychotherapeutischen Verfahren, bei denen belastende Erfahrungen bewusst angeschaut werden.

Drittens soll die Berührung bestimmter Punkte am Kopf beruhigend wirken und Stress reduzieren.

Einige Anbieter behaupten sogar, dass TAT auf unbewusste oder spirituelle Ebenen wirke. Es wird manchmal gesagt, die Methode könne tief sitzende energetische Muster auflösen oder karmische Belastungen verändern. Solche Aussagen bewegen sich klar im spirituell-esoterischen Bereich.

Die Rolle der Meridiane und Energien

Die Idee der Meridiane stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dort gelten sie als unsichtbare Leitbahnen für Lebensenergie.

In TAT wird angenommen, dass bestimmte Punkte am Kopf mit diesen Meridianen verbunden sind. Durch das Halten der Punkte sollen Blockaden gelöst werden.

Wissenschaftlich problematisch ist dabei, dass es bis heute keine eindeutigen Belege für die Existenz solcher Energiebahnen gibt. In anatomischen Untersuchungen konnten Meridiane nicht als reale Strukturen nachgewiesen werden.

Trotzdem werden Begriffe wie „Energiefluss“, „Schwingungen“, „Blockaden“ oder „energetische Heilung“ oft verwendet. Diese Begriffe klingen für viele Menschen wissenschaftlich, bleiben aber meist unklar definiert.

Gerade hierin liegt ein häufiger Kritikpunkt: Esoterische Vorstellungen werden oft in eine Sprache gekleidet, die wissenschaftlich wirkt. Dadurch entsteht leicht der Eindruck, die Methode sei medizinisch oder naturwissenschaftlich abgesichert.

Gibt es magische oder spirituelle Elemente?

Direkt von Magie sprechen die meisten TAT-Anbieter nicht. Dennoch enthält die Methode teilweise Denkweisen, die stark mit magisch spirituell-esoterischen Konzepte verbunden sind.

Dazu gehören Vorstellungen wie:

  • unsichtbare Heilenergien,
  • energetische Felder,
  • innere Transformation,
  • universelle Lebensenergie,
  • seelische Schwingungen,
  • Auflösung negativer Energien.

In manchen Seminaren oder Büchern wird die Methode mit spirituellem Wachstum verbunden. Teilweise ist von Bewusstseinserweiterung oder spiritueller Reinigung die Rede.

Kritiker sehen darin eine Vermischung aus Therapie, Spiritualität und Glaubenssystemen. Die Gefahr besteht darin, dass subjektive Erfahrungen als objektive Tatsachen dargestellt werden.

Wenn Menschen nach einer Sitzung Entspannung oder Erleichterung spüren, bedeutet das nicht automatisch, dass tatsächlich unsichtbare Energien oder kosmische Kräfte gewirkt haben.

Ist die Methode wissenschaftlich belegt?

Genau hier beginnt die größte Kritik.

Für TAT gibt es bisher keine starke wissenschaftliche Grundlage. Zwar existieren einzelne kleine Studien oder Erfahrungsberichte, doch diese reichen nicht aus, um die behaupteten Wirkungen zuverlässig zu belegen.

Viele Untersuchungen haben methodische Schwächen:

  • kleine Teilnehmerzahlen,
  • fehlende Kontrollgruppen,
  • subjektive Selbsteinschätzungen,
  • fehlende unabhängige Überprüfungen.

Die moderne Medizin erkennt TAT daher nicht als wissenschaftlich gesicherte Therapie an.

Das bedeutet nicht unbedingt, dass Menschen keine positiven Erfahrungen machen können. Entspannung, Aufmerksamkeit, Gesprächssituationen und der Glaube an eine Methode können durchaus psychische Effekte haben. Solche Wirkungen sind auch aus dem Placebo-Effekt bekannt.

Vor allem die ruhige Konzentration auf Gefühle und Probleme kann für manche Menschen entlastend wirken. Das erklärt jedoch noch nicht die Behauptung, dass unsichtbare Energien oder Meridiane tatsächlich beeinflusst werden.

Warum wirkt die Methode trotzdem überzeugend?

Viele alternative Heilmethoden wirken auf den ersten Blick seriös, weil sie wissenschaftlich klingende Begriffe verwenden.

Auch bei TAT finden sich häufig Wörter wie:

  • Neurologie,
  • Energie-System,
  • Trauma-Auflösung,
  • Informationsspeicherung,
  • Gehirnreaktionen,
  • Stressregulation.

Dadurch entsteht schnell der Eindruck, die Methode sei wissenschaftlich geprüft. Tatsächlich bleiben viele Aussagen jedoch ungenau oder können wissenschaftlich nicht überprüft werden.

Hinzu kommt, dass persönliche Erfahrungen sehr überzeugend wirken können. Wer sich nach einer Sitzung besser fühlt, schreibt dies oft direkt der Methode zu.

Dabei spielen aber viele Faktoren eine Rolle:

  • die Erwartung,
  • die Aufmerksamkeit des Therapeuten,
  • Entspannung,
  • Hoffnung,
  • Suggestion,
  • das Gefühl, etwas aktiv gegen Probleme zu tun.

Gerade Menschen in belastenden Lebenssituationen suchen oft nach einfachen Erklärungen und schnellen Lösungen. Alternative Heilmethoden versprechen häufig genau das.

Tapas-Akupressur-Technik (TAT) biblisch bewertet

Tapas-Akupressur-Technik (TAT) wird sowohl zu den Behandlungsverfahren der Klopfakupressur, als auch der Energetischen Psychotherapie und auch zu den Meridiantherapien gezählt. Lesen Sie dazu unter den angegebenen Methoden die ausführliche biblische Bewertung. Klicken Sie dazu die Methoden an, diese sind verlinkt. Die biblischen Bewertungen dieser drei Methoden sind sich ähnlich.

Bibel, Heilige Schrift, Wort Gottes
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