Die Lehre des Karma im Licht der Bibel bewertet
Karma bezeichnet eine spirituelle Lehre, die von dem Glauben ausgeht, dass alles was wir tun, eine entsprechende Reaktion zur Folge hat. Diese positiven wie auch negativen Folgen müssen sich allerdings nicht immer gleich auswirken, sondern können sich auch erst in einem weiteren Leben manifestieren (Reinkarnation).
Die Karmalehre ist eng mit dem Glauben an Reinkarnation verbunden.
Die Ursprünge des Karmaglaubens liegen im Hinduismus und dem Buddhismus. Die Karmalehre ist auch ein wichtiger Bestandteil esoterischer bzw. spiritueller Ideologien. Karma und Reinkarnation sind gerade auch in der Esoterik bzw. der Spiritualität stark miteinander verknüpft.
Karma basiert auf einer Gesetzmäßigkeit, dass alles was ein Mensch tut oder denkt eine entsprechende Reaktion nach sich ziehen wird. Soll heißen: „Wer Gutes tut oder denkt, dem wird Gutes wiederfahren. Wer Schlechtes tut oder denkt, dem wird Schlechtes wiederfahren.“
Haben Menschen ein gutes Karma, soll sich dadurch die Seele weiterentwickeln können, um auf ihrem vermeintlichen Weg zur Vollkommenheit in höhere Entwicklungsstufen zu gelangen. In einem weiteren Leben (Reinkarnationslehre), kann man sich durch weitere gute Karmen mehr Lebensglück und bessere Lebensumstände verdienen und sich bis zu einer göttlichen Vollkommenheit hocharbeiten. Umgekehrt gilt auch, dass wer ein schlechtes Karma hat, dann auch schlechtere Lebensumstände befürchten muss und in weiteren Leben in schlechtere Lebensumstände hineingeboren wird. Die Qualität des Lebens hängt also davon ab wie man seine vorigen Leben geführt hat.
Ausführliche Bewertung der Lehre des Karma anhand der Bibel
Der Karmaglauben steht im direkten Zusammenhang mit der Lehre der Reinkarnation.
Eine weitere umfassende biblische Bewertung dazu lesen Sie bitte unter Reinkarnation nach.
Hier nun die ausführliche biblische Bewertung der Karmalehre:
Grundidee von Karma vs. Bibel
- Karmaglauben (Hinduismus/Buddhismus):
→ Jede Handlung hat eine entsprechende Folge (Ursache-Wirkung über mehrere Leben hinweg)
→ Ziel: Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburt (Samsara) - Biblische Grundlinie:
→ Ein Leben → Gericht → Gnade durch Gott (kein Kreislauf)
Die Bibel sagt:
- „Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“
→ Hebräer 9,27
Bewertung:
- Wiedergeburt (zentral für Karma) widerspricht klar der Bibel.
Lesen Sie dazu die ausführliche biblische Bewertung der Reinkarnation
Prinzip „Ernten, was man sät“
Teilweise Übereinstimmung mit der Karmalehre
- Galater 6,7:
→ „Was der Mensch sät, das wird er ernten“ - Sprüche 22,8
- Hiob 4,8
Bewertung:
- Die Bibel kennt ein moralisches Ursache-Wirkung-Prinzip
- Aber: nicht mechanisch oder automatisch wie Karma
Gnade statt automatischer Vergeltung
Größter Gegensatz zur Karmalehre
- Epheser 2,8–9:
→ Rettung durch Gnade, nicht Werke - Römer 3,23–24
- Titus 3,5
Bewertung:
- Karma: Du bekommst exakt, was du verdienst
- Bibel: Gott vergibt Schuld unverdient
Stellvertretendes Leiden (völlig unvereinbar mit Karma)
- Jesaja 53,5
- 1.Petrus 2,24
- 2.Korinther 5,21
Bewertung:
- Karma: Jeder trägt nur seine eigene Schuld
- Bibel: Schuld kann stellvertretend getragen werden (z. B. durch Jesus Christus)
Wiedergeburt vs. Auferstehung
- Johannes 5,28–29
- Daniel 12,2
Bewertung:
- Karma: viele Leben
- Bibel: eine Auferstehung, kein Kreislauf
Leid und Ursache
Direkter Widerspruch zur Karma-Logik
- Johannes 9,1–3:
→ Blindheit ist nicht Folge persönlicher Sünde - Hiob (gesamtes Buch):
→ Leid nicht immer Strafe - Lukas 13,1–5
Bewertung:
- Karma: Leid = Folge früherer Taten
- Bibel: Leid kann andere Gründe haben (Prüfung, gefallene Welt, Gottes Plan)
Motivation für gutes Handeln
- Matthäus 5–7 (Bergpredigt)
- 1.Korinther 13
Bewertung:
- Karma: gutes Handeln oft aus Eigeninteresse (bessere Zukunft)
- Bibel: Motivation = Liebe zu Gott und Menschen
Individuelle Verantwortung
Teilweise Übereinstimmung
- Hesekiel 18,20:
→ Jeder ist für seine eigene Sünde verantwortlich
Bewertung:
- Beide lehren persönliche Verantwortung
- Bibel kennt zusätzlich Vergebung und Neuanfang
Zeitrahmen von Gericht
- Prediger 12,14
- Matthäus 12,36
- Offenbarung 20,12
Bewertung:
- Karma: automatische, fortlaufende Konsequenzen
- Bibel: bewusstes Gericht Gottes am Ende
Freiheit vs. Determinismus (Die Lehre der Vorbestimmtheit des Lebens)
- Johannes 8,36
- Römer 8,1–2
Bewertung:
- Karma: stark deterministisch (Vergangenheit bestimmt Zukunft)
- Bibel: echte Freiheit durch Vergebung
Gesamtbewertung
Ähnlichkeiten
- Moralische Verantwortung
- Prinzip von Ursache und Wirkung
- Gerechtigkeit spielt eine Rolle
Grundlegende Unterschiede
- Keine Wiedergeburt in der Bibel
- Gnade statt mechanischer Vergeltung
- Stellvertretende Erlösung möglich
- Leid ≠ automatisch Strafe
- Persönlicher Gott statt unpersönliches Gesetz
Fazit
- Die Karmalehre enthält Teilwahrheiten (Saat und Ernte)
- Aber sie widerspricht der Bibel in zentralen Punkten des Evangeliums:
- Gnade
- Erlösung
- Auferstehung
- Wesen Gottes
Aus biblischer Sicht ist Karma daher:
- keine richtige Erklärung für Schuld und Erlösung
- höchstens eine unvollständige Beobachtung moralischer Zusammenhänge
Besuchen und abonnieren Sie auch meinen YouTube-Kanal unter


