Pilates im Licht der Bibel bewertet
Die Pilates-Methode ist ein Ganzkörpertraining vorwiegend zur Kräftigung der Bauch-, Rücken- und Beckenbodenmuskulatur. Sie ist nach Joseph Hubert Pilates (1883-1967, geboren in Mönchengladbach) benannt, der unter anderem als Zirkusartist und Berufsboxer arbeitete. Später trainierte er Beamten des Scotland Yard in Selbstverteidigung. Nachdem er 1923 nach New York auswanderte, eröffnete er dort ein Trainingsstudio und unerrichtete auch Tänzer. Er wurde in Amerika sehr bekannt. Nach seinem Tod führten einige seiner Schüler die Methoden fort. Die Übungen sollen unter anderem die Muskeln kräftigen und dehnen, die Haltung und die Körperwahrnehmung verbessern, den Kreislauf anregen und die Atmung schulen. Dabei wird viel Wert auf die Schonung der Gelenke gelegt. Auch im Rehabereich wird Pilates angewandt.
Pilates hat sich in den letzten Jahren sehr stark in Deutschland verbreitet und erfreut sich großer Beliebtheit.
Pilates biblisch bewertet
Bei der Pilates-Methode sind keine spirituell-esoterischen, magische oder okkulte Einflüsse, die aus Sicht der Bibel bedenklich wären, zu erkennen. Je nach Kursleiter können allerdings solche Einflüsse hinzukommen.
- Die Bibel sagt, dass wir alles prüfen sollen:
- Thessalonicher Kapitel 5 Vers 21: „Prüft aber alles; das Gute behaltet.“ → Pilates ist nicht automatisch gut oder schlecht. Es kommt darauf an, wie es konkret angeboten und gefüllt wird.
Körperliche Übung aus biblischer Sicht
- Körperliche Übung wird in der Bibel nicht abgelehnt, aber richtig eingeordnet:
- Timotheus Kapitel 4 Vers 8: „Denn die leibliche Übung ist wenig nütze; aber die Gottseligkeit ist zu allen Dingen nütze, weil sie die Verheißung hat für dieses und für das zukünftige Leben.“ → Körpertraining hat einen Wert, aber es ist nicht das Wichtigste im Leben. Gott und die Beziehung zu ihm stehen höher.
- Der menschliche Körper ist von Gott geschaffen und wertvoll: Psalm Kapitel 139 Vers 14: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele wohl.“ → Ein Training, das hilft, den Körper gesund zu erhalten, kann Ausdruck von Dankbarkeit für Gottes Schöpfung sein.
- Der Leib des Christen gehört Gott und ist ein Tempel des Heiligen Geistes:
- Korinther Kapitel 6 Vers 19–20: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott mit eurem Leib.“ → Pilates kann dann passend sein, wenn es dazu dient, den Körper zu stärken und Gott damit zu ehren, nicht sich selbst zu verherrlichen.
- Korinther Kapitel 6 Vers 19–20: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott mit eurem Leib.“ → Pilates kann dann passend sein, wenn es dazu dient, den Körper zu stärken und Gott damit zu ehren, nicht sich selbst zu verherrlichen.
Ideologische Grundlagen von Pilates
- Pilates betont Konzentration, Kontrolle, Atmung und Körperbewusstsein. Diese Dinge sind an sich neutral.
- Die Bibel warnt nicht vor bewusster Atmung oder guter Körperhaltung, sondern vor falschen geistlichen Lehren. Kolosser Kapitel 2 Vers 8: „Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Betrug, gegründet auf die Überlieferung der Menschen, auf die Elemente der Welt und nicht auf Christus.“ → Wenn Pilates nur Körpertraining ist, ist es unproblematisch. Wenn aber Weltanschauung, „Energien“, „Kosmoskräfte“ oder Ähnliches hineingemischt werden, muss man aufpassen.
- Joseph Pilates nannte seine Methode ursprünglich „Contrology“, also die bewusste Kontrolle des Körpers.
- Die Idee, den Körper bewusst zu gebrauchen, widerspricht der Bibel nicht. Römer Kapitel 12 Vers 1: „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer; das sei euer vernünftiger Gottesdienst.“ → Bewusster Umgang mit dem Körper kann Teil eines vernünftigen, Gott hingegebenen Lebens sein.
Ganzheitlichkeit und biblische Sicht
- Pilates wird oft als „ganzheitlich“ beschrieben, weil Körper und Geist zusammen betrachtet werden.
- Die Bibel kennt auch eine Einheit von Körper, Seele und Geist, aber sie ordnet alles unter Gott.
- Thessalonicher Kapitel 5 Vers 23: „Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib, werde bewahrt untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.“ → Ganzheitlichkeit ist biblisch, wenn Christus im Mittelpunkt steht, nicht der Mensch oder eine unpersönliche „Energie“.
- Thessalonicher Kapitel 5 Vers 23: „Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib, werde bewahrt untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.“ → Ganzheitlichkeit ist biblisch, wenn Christus im Mittelpunkt steht, nicht der Mensch oder eine unpersönliche „Energie“.
Pilates als Hilfe für Gesundheit und Alltag
- Pilates kann helfen, Schmerzen zu lindern, Haltung zu verbessern und den Alltag zu erleichtern.
- Die Bibel zeigt, dass Fürsorge für den Körper und Heilung etwas Gutes sind. Lukas Kapitel 10 Vers 34: „Und er ging zu ihm hin, verband ihm seine Wunden und goss Öl und Wein darauf; und er hob ihn auf sein Tier und führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.“ → Praktische Hilfe für den Körper ist gut und richtig.
- Auch Paulus erwähnt eine Art „medizinischen Rat“:
- Timotheus Kapitel 5 Vers 23: „Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein um deines Magens willen und wegen deiner häufigen Krankheiten.“ → Medizinische oder therapeutische Maßnahmen sind erlaubt. Pilates kann in diesem Sinn eine Art Bewegungstherapie sein.
- Timotheus Kapitel 5 Vers 23: „Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein um deines Magens willen und wegen deiner häufigen Krankheiten.“ → Medizinische oder therapeutische Maßnahmen sind erlaubt. Pilates kann in diesem Sinn eine Art Bewegungstherapie sein.
Vorsicht bei spirituellen Zusätzen
- Problematisch wird Pilates, wenn Kursleiter es mit esoterischen Ideen verbinden, zum Beispiel: – „Lebensenergie“ oder „Chi“ – Chakren, Energiezentren, kosmische Kräfte – geführte Meditationen mit spirituellen Bildern, die nicht neutral sind
- Die Bibel warnt vor Vermischung mit fremden religiösen Praktiken:
- Korinther Kapitel 6 Vers 14–15: „Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Oder was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen?“ → Ein Christ sollte nicht bewusst an Übungen teilnehmen, die Teil einer fremden Religion oder eines esoterischen Systems sind.
- Wenn ein Pilates‑Kurs rein körperlich ist, ohne spirituelle Deutungen, kann ein Christ in Freiheit teilnehmen. Römer Kapitel 14 Vers 22–23: „Den Glauben, den du hast, behalte bei dir selbst vor Gott. Selig ist, der sich selbst nicht zu verurteilen braucht in dem, was er gutheißt. Wer aber zweifelt und doch isst, der ist verurteilt, weil er es nicht aus Glauben tut. Und alles, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.“ → Jeder Christ soll vor Gott ehrlich prüfen, ob er innerlich Frieden dabei hat.
- Wenn der Kursleiter spirituelle Elemente einbaut, kann man freundlich Grenzen setzen: – Man kann sagen, dass man nur die körperlichen Übungen mitmachen möchte. – Man kann bei Meditationen, Mantras oder „Energieübungen“ innerlich aussteigen oder die Übung auslassen. Jakobus Kapitel 4 Vers 7: „So unterwerft euch nun Gott. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.“ → Widerstand kann auch bedeuten, nicht mitzumachen, wenn etwas geistlich nicht gut ist.
Geistliche Prioritäten
- Die Bibel ruft dazu auf, Gott allein zu vertrauen, nicht irgendwelchen Kräften oder Energien: Psalm Kapitel 62 Vers 6: „Nur er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Burg, dass ich nicht fallen werde.“ → Pilates darf nie an die Stelle von Gott treten, weder als „Heilsweg“ noch als Sinn des Lebens.
- Ein weiterer wichtiger Maßstab ist, ob etwas mich innerlich von Gott wegzieht oder mir hilft, ihm zu dienen:
- Korinther Kapitel 10 Vers 31: „Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.“ → Wenn Pilates mich körperlich stärkt, damit ich Gott und Menschen besser dienen kann, ist es gut eingeordnet.
- Es ist auch wichtig, ob ein Training zur Selbstvergötterung führt, etwa durch übertriebenen Körperkult: Galater Kapitel 5 Vers 26: „Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander nicht herausfordern und beneiden.“ → Wenn Pilates nur dazu dient, sich selbst zu präsentieren, ist die innere Haltung falsch, nicht die Methode an sich.
Zusammenfassung
- Pilates als reine Körpermethode ist neutral und kann sinnvoll sein.
- Die Bibel erlaubt körperliche Übung, ordnet sie aber der Gottesfurcht unter.
- Der Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes und darf gepflegt werden.
- Esoterische oder religiöse Zusätze sind abzulehnen.
- Jeder Christ soll vor Gott prüfen, ob er in einem bestimmten Kurs mit gutem Gewissen teilnehmen kann.
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