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Naturheilverfahren biblisch hinterfragt

Über 400 alternative Heil- und Diagnoseverfahren aus biblischer Sicht bewertet

Mikrobiologische Therapie

Mikrobiologische Therapie im Licht der Bibel bewertet

Bei der Mikrobiologischen Therapie werden dem Patienten lebende oder abgetötete Mikroorganismen (meist Bakterien) verabreicht. Dabei soll überwiegend die Darmflora saniert und das Immunsystem moduliert werden. Das Immunsystem modulieren heißt, dass ein zu schwaches Immunsystem angeregt und ein überschießendes Immunsystem (Autoimmunerkrankungen) gebremst wird.

Über die ganze Oberfläche des Darmes (300 Quadratmeter) und auf seiner ganzen Länge (fast 7 Meter) sind Zellen des Immunsystems, Lymphknoten und Peyer`sche Plaques verteilt. Der Darm ist somit unser größtes Immunorgan. Eine weitere Besonderheit des Darmes ist, dass zur Regulation der Darmfunktion sehr viele Nervenzellen im Bereich des Darmes aktiv sind. 

Mikrobiologische Therapie

Das Darmhirn

Es ist die größte Ansammlung von Nervenzellen außerhalb des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark). Manche sprechen in diesem Zusammenhang vom „Darmhirn“. Der gesamte Magen-Darm-Trakt (Intestinaltrakt) ist mit einer Vielzahl von wichtigen Bakterien besiedelt. Diese Darmflora hat etliche wichtige Aufgaben im Darm unter anderem die Immunabwehr und viele verschiedene Stoffwechselaktivitäten.

Bei der Mikrobiologischen Therapie geht man davon aus, dass eine optimale Zusammensetzung der Darmflora sich harmonisierend auf das Immunsystem des Darmes (welches das größte Immunsystem des Körpers ist) und dieses sich dann wiederum modulierend auf das ganze Immunsystem auswirkt. Das Immunsystem steht mit seinen verschiedenen Teilbereichen und auch mit anderen Systemen (z. B. Nervensystem, Hormonsystem) in engem Kontakt. Der Informationsaustausch erfolgt über Botenstoffe, Nervensignale und Hormone.

Bakterien als Medikament

Die Medikamente der Mikrobiologischen Therapie enthalten meistens Bakterien, die natürlicherweise im Darm vorkommen, z. B. Enterokokken und Bifidobakterien.

Die Anwendungsgebiete sind unter anderem: Allergien, Autoimmunerkrankungen (z. B. Multiple Sklerose, Morbus Chron), Abwehrschwäche, Darmpilze nach Antibiotikatherapie und Ekzeme. 

Als Sonderform der Mikrobiologischen Therapie werden auch sogenannte Autovakzine eingesetzt. Die Autovakzine werden aus Körpersekreten des Patienten gewonnen und ihm wieder eingespritzt. Dies soll die Interleukin- und Interferonbildung anregen. Interleukine sind Botenstoffe des Immunsystems, mit denen der Informationsaustausch zwischen den Abwehrzellen gewährleistet wird. Interferon ist ein Protein, das eine stimulierende Wirkung auf das Immunsystem hat. Zudem wirkt Interferon auch gegen Viren und Krebszellen.

Mikrobiologische Therapie biblisch bewertet

Bei der Mikrobiologischen Therapie sind keine spirituell-esoterischen, magische oder okkulte Einflüsse, die aus Sicht der Bibel bedenklich wären, zu erkennen. Je nach Behandler können allerdings solche Einflüsse hinzukommen.

  • Die Bibel zeigt, dass Gott den Menschen geschaffen hat. Auch unser Immunsystem gehört zu seiner guten Ordnung (Psalm 139,14). Jede Therapie sollte diese Ordnung respektieren.
  • Bakterien und Mikroorganismen sind Teil der Schöpfung. Sie können nützlich oder schädlich sein. Die Bibel macht deutlich, dass die Schöpfung gut ist, aber durch den Sündenfall auch Leid und Krankheit in die Welt kamen.
Bibel - Heilige Schrift
  • Medizinische Hilfe ist erlaubt und sinnvoll. Jesus selbst sagte, dass Kranke einen Arzt brauchen (Lukas 5,31). Auch Therapien mit Bakterien können also genutzt werden, solange sie verantwortungsvoll angewendet werden.
  • Christen sollen alles prüfen (1. Thessalonicher 5,21). Auch bei der Mikrobiologischen Therapie ist es wichtig zu schauen, ob die Methode wirklich hilft und ob es gute Gründe dafür gibt.
  • Manche Versprechen in der Alternativmedizin klingen sehr groß. Die Bibel warnt davor, sich auf Dinge zu verlassen, die mehr versprechen, als sie halten können (Kolosser 2,8).
  • Heilung kommt letztlich von Gott. Therapien können unterstützen, aber sie ersetzen nicht Gottes Fürsorge. Dankbarkeit sollte sich nicht nur auf die Methode richten, sondern auf Gott, der Gesundheit schenkt.
  • Wenn eine Therapie wissenschaftlich umstritten ist, ist Vorsicht gut. Die Bibel ruft dazu auf, weise Entscheidungen zu treffen und nicht leichtgläubig zu sein (Sprüche 14,15).
  • Die Mikrobiologische Therapie kann eine Ergänzung sein, aber sie sollte nicht zur „letzten Hoffnung“ werden. Die Bibel zeigt, dass echte Hoffnung bei Gott liegt, nicht in einer Methode.
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