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Naturheilverfahren biblisch hinterfragt

Über 400 alternative Heil- und Diagnoseverfahren aus biblischer Sicht bewertet

Besprechen von Krankheiten

Besprechen von Krankheiten im Licht der Bibel bewertet

Das Besprechen von Krankheiten mittels Gebet in Verbindung mit verschiedenen kultischen Ritualen ist eine Form des Geistheilens, welches im europäischen Raum eine lange Tradition hat. Es wird auch „Gesundbeten“ genannt. Das Besprechen entstand aus verschiedenen kultischen und magischen Ritualen unserer Vorfahren, der Kelten und der Germanen. Traditionell wurden durch einen Laienheilkundigen magische Formeln, Sprüche, Beschwörungen oder Gebete über einer Wunde oder beim Auflegen der Hand über der erkrankten Körperstelle gemurmelt. Auch erkranktes Vieh wurde auf diese Art behandelt.

Mit dem Aufkommen der modernen Medizin fand das Besprechen von Krankheiten nahezu ein Ende. Bedingt durch den Esoterikboom der letzten Jahrzehnte erlebt das Besprechen eine starke Renaissance.

Besprechen von Krankheiten

Das Besprechen wird heutzutage von (Geist)Heilern (siehe unter „Geistheilung“), Hexen oder Schamanen durchgeführt. Nahezu alle Krankheiten werden mittlerweile durch das Besprechen behandelt, auch psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen.

Besprechen von Krankheiten biblisch bewertet

Das Besprechen von Krankheiten ist die Anwendung von Magie und wird zu den Geistheilverfahren gerechnet. Zur biblischen Bewertung lesen Sie hierzu bitte den Beitrag „Magie“. Zur biblischen Bewertung von Geistheilverfahren lesen Sie hierzu bitte den Beitrag „Geistheilung“.

 

 

Bewertung in Stichpunkten

Bibel - Heilige Schrift
  • Besprechen meint: Krankheiten, Schmerzen, Warzen, Gürtelrose usw. mit bestimmten Sprüchen, Formeln oder „Gebeten“ behandeln.
  • Oft wird dabei geflüstert, über die Stelle gestrichen, ein Kreuzzeichen gemacht oder ein Spruch mehrmals wiederholt.
  • Die Worte sollen eine unsichtbare Kraft auslösen, die Krankheit „wegnehmen“ oder „binden“.
  • Es wird meist als „alte Volksheilkunst“ oder „harmloser Brauch“ dargestellt – ist aber geistlich nicht harmlos.

  • Ideologische Grundlagen des Besprechens:
  • Magisches Denken:
    • Worte, Formeln und Rituale haben angeblich Kraft in sich selbst.
    • Wenn man die richtige Formel im richtigen Moment spricht, „muss“ etwas passieren.
  • Mensch im Mittelpunkt:
    • Die „Besprecherin“ oder der „Besprecher“ gilt als jemand mit besonderer Gabe oder „Kraft“.
    • Menschen suchen eher diese Person als Gott.
  • Vermischung von Christentum und Heidentum:
    • Oft werden christliche Begriffe (Jesus, Maria, Kreuz, Vaterunser) mit heidnischen, esoterischen Vorstellungen gemischt.
    • Das Ergebnis ist ein religiöser Mischglaube, kein klarer biblischer Glaube.

      Biblische Bewertung von Magie, Zauberei und ähnlichen Praktiken:
  • Gott verurteilt solche Praktiken eindeutig:
    • Mose 18,9–14: Keine Wahrsagerei, Zauberei, Beschwörung, Geisterbefragung – alles ist dem Herrn ein Gräuel.
    • Mose 19,31: „Ihr sollt euch nicht zu den Wahrsagern wenden…“ – klare Trennung.
    • Mose 20,6: Wer sich zu Geister- und Wahrsagern wendet, stellt sich gegen Gott.
  • Neues Testament:
    • Apostelgeschichte 8,9–24: Simon der Zauberer – seine magische Haltung wird scharf zurechtgewiesen, er soll Buße tun.
    • Apostelgeschichte 19,18–20: Bekehrte bringen ihre Zauberbücher und verbrennen sie – radikale Abkehr von Magie.
    • Galater 5,19–21: Zauberei gehört zu den „Werken des Fleisches“, die das Reich Gottes ausschließen.
  • Schluss: Jede Form von magischer Heilung, auch „christlich verpackt“, widerspricht Gottes Wort.

  • Magische und esoterische Elemente beim Besprechen:
  • Geheime Sprüche:
    • Die Formeln dürfen oft nicht weitergegeben werden, sonst „verlieren sie ihre Kraft“ – typisch magisch.
  • Bindung an Zeiten und Zahlen:
    • Bestimmte Tage, Mondphasen, dreimaliges oder siebenmaliges Wiederholen – das ist Aberglaube, nicht Glaube.
  • Energie- und Kraftsprache:
    • Es wird von „Kräften“, „Energien“ oder „Gaben“ gesprochen, die durch Worte fließen.
    • Gott wird oft nur als „Hintergrundkraft“ erwähnt, nicht als souveräner Herr.
  • Verbindung zur Esoterik:
    • Besprechen steht häufig neben Reiki, Pendeln, Kartenlegen, Geistheilung, „Handauflegen mit Energie“.
  • Biblische Prüfung:
    • Johannes 4,1: „Prüft die Geister, ob sie aus Gott sind.“
    • Korinther 11,14–15: Satan verstellt sich als Engel des Lichts – nicht alles, was „hilft“, ist von Gott.

      Okkulte Mächte – „Tür und Tor geöffnet“:
  • Falsche Quelle:
    • Wenn Heilung nicht klar im Vertrauen auf den dreieinigen Gott geschieht, kann die Quelle geistlich gefährlich sein.
    • Okkulte Mächte können scheinbare Hilfe geben, um Menschen zu binden.
  • Täuschung:
    • Menschen erleben manchmal echte Erleichterung – und denken: „Dann muss es ja gut sein.“
    • Die Bibel zeigt aber, dass auch dämonische Mächte Zeichen tun können (z.B. Thessalonicher 2,9).
  • Folgen:
    • Innere Unruhe, Angst, geistliche Finsternis, Abhängigkeit von „Besprechern“.
    • Schwierigkeit, einfach und kindlich auf Jesus zu vertrauen.
  • Biblische Warnungen:
    • Epheser 6,10–12: Unser Kampf ist gegen Mächte und Gewalten der Finsternis.
    • Korinther 10,20–21: Gemeinschaft mit Dämonen ist unvereinbar mit dem Tisch des Herrn.
  • Schluss: Besprechen von Krankheiten öffnet geistlichen Mächten Raum, auch wenn es „fromm“ aussieht.

  • Unterschied: Besprechen von Krankheiten vs. biblisches Beten für Kranke – Grundhaltung:
  • Besprechen:
    • Fokus auf Spruch, Ritual, Technik.
    • Der „Heiler“ steht im Mittelpunkt.
    • Man versucht, eine Wirkung zu „erzeugen“ oder zu „steuern“.
  • Biblisches Gebet:
    • Fokus auf Gott, seinen Willen und seine Gnade.
    • Demütige Bitte, kein magischer Befehl.
    • Anerkennt Gottes Souveränität – er kann heilen, muss aber nicht.
    • Matthäus 6,9–10: „Dein Wille geschehe.“
    • Johannes 5,14–15: Wir bitten nach seinem Willen.

      Biblisches Beten für Kranke – zentrale Bibelstellen:
  • Jakobus 5,13–16:
    • Kranke sollen die Ältesten der Gemeinde rufen.
    • Die Ältesten beten über dem Kranken.
    • Salbung mit Öl „im Namen des Herrn“.
    • „Das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten.“
    • Sünde und Vergebung werden ausdrücklich erwähnt – es geht um ganze Beziehung zu Gott.
  • Wichtige Unterschiede zum Besprechen:
    • Kein geheimer Spruch, keine magische Formel.
    • Kein „Spezialheiler“, sondern Älteste als geistliche Leiter.
    • Öl ist ein Zeichen, kein Zaubermittel.
    • Heilung kommt vom Herrn, nicht von der Technik.
  • Weitere Beispiele:
    • Apostelgeschichte 3,1–8: Heilung des Gelähmten „im Namen Jesu Christi“ – klare Christuszentrierung.
    • Apostelgeschichte 9,32–35; 14,8–10: Heilungen durch Apostel – immer im Auftrag und in der Kraft des Herrn.
    • Markus 1,32–34; Matthäus 8,16–17: Jesus heilt viele – als Zeichen des Reiches Gottes, nicht als Show oder Magie.

      Glaube vs. Magie – zwei völlig verschiedene Wege:
  • Biblischer Glaube:
    • Vertrauen auf Gott selbst, nicht auf Methoden.
    • Hebräer 11,6: „Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen.“
    • Markus 11,24: Bitten im Glauben – aber im Rahmen von Gottes Willen.
  • Magie:
    • Versuch, über unsichtbare Kräfte zu verfügen.
    • Der Mensch will Kontrolle über das Unsichtbare.
    • Gott wird oft nur als „Energiequelle“ benutzt.
  • Klarer Gegensatz:
    • Mose 18 zeigt: Gottes Volk soll sich nicht auf magische Mittel verlassen, sondern allein auf den Herrn.

      Biblischer Umgang mit Krankheit:
  • Realistische Sicht:
    • Krankheit gehört zur gefallenen Schöpfung (Römer 8,18–23).
    • Nicht jede Krankheit ist direkte Strafe, aber sie erinnert an unsere Begrenztheit.
  • Biblische Schritte:
    • Persönliches Gebet (Jakobus 5,13).
    • Gebet der Gemeinde, besonders der Ältesten (Jakobus 5,14–16).
    • Dankbar medizinische Hilfe nutzen (Lukas war Arzt – Kolosser 4,14).
    • Trost und Kraft bei Gott suchen ( Korinther 1,3–4).
  • Kein Anspruch auf Heilung:
    • Paulus’ „Pfahl im Fleisch“ ( Korinther 12,7–10) wird nicht weggenommen, obwohl er dreimal bittet.
    • Timotheus’ Magenprobleme ( Timotheus 5,23) – Paulus rät zu einem praktischen Mittel, nicht zu magischen Sprüchen.

      Warum das Besprechen von Krankheiten aus biblischer Sicht abzulehnen ist:
  • Verstoß gegen Gottes klare Gebote gegen Zauberei, Magie und Beschwörung.
  • Vermischung von christlicher Sprache mit heidnischen und esoterischen Ideen.
  • Gefahr, dass Menschen mehr an Sprüche und „Besprecher“ glauben als an Jesus Christus.
  • Geistliche Öffnung für okkulte Einflüsse und Täuschung.
  • Verwirrung über das wahre biblische Gebet für Kranke.
  • Wie ein biblisches Gebet für Kranke aussehen kann (ohne Magie):
  • Inhalt:
    • Dank für Gottes Liebe und Souveränität.
    • Bitte um Heilung, wenn es seinem Willen entspricht.
    • Bitte um Trost, Kraft und Glauben in der Krankheit.
    • Bitte um Weisheit für Ärzte und Angehörige.
    • Bereitschaft, Gottes Weg anzunehmen, auch wenn keine Heilung kommt.
  • Haltung:
    • Demut statt Anspruch.
    • Vertrauen statt Technik.
    • Christus im Zentrum, nicht der Beter.
  • Biblische Grundlage:
    • Jakobus 5,13–16; Philipper 4,6–7; 1. Petrus 5,7.
    • Zusammenfassung in klaren Punkten:

  • Besprechen von Krankheiten:
    • baut auf magischen, esoterischen und oft okkulten Vorstellungen auf,
    • widerspricht den biblischen Verboten von Zauberei und Beschwörung,
    • stellt Sprüche und „Heiler“ in den Mittelpunkt,
    • öffnet geistlichen Mächten Tür und Tor.

  • Biblisches Beten für Kranke:
    • gründet allein auf Gottes Wort und Gottes Wesen,
    • ist demütige Bitte im Glauben, kein Ritual,
    • respektiert Gottes Willen und Souveränität,
    • sucht Heilung, aber auch Heiligung und Nähe zu Christus.

 

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