16. Und was ist mit der Schulmedizin?

Die meisten Ärzte behandeln noch mit schulmedizinischen Methoden, die frei von einer kosmischen, energetischen und geistartigen Wirkungsweise sind. Der Wirkungsweg ist meist wissenschaftlich belegt und frei von einer esoterischen Weltanschauung. Einige Ärzte behandeln auch mit Naturheilverfahren, gerade auch mit der Homöopathie. Diese Verfahren werden in der Schulmedizin als Komplementärmedizin bezeichnet und wurden schon ausführlich in diesem Buch beschrieben und bewertet. Es gelten die gleichen Bewertungen, auch wenn sie von einem Arzt praktiziert werden. Die meisten Ärzte vertreten eher eine wissenschaftliche Weltanschauung. Allerdings verbreiten sich auch unter Ärzten, unter dem „Deckmantel“ der Komplementärmedizin, mehr und mehr esoterisch-energetische Ansichten. Die esoterische Weltanschauung wird auch in der Schulmedizin mehr und mehr salonfähig, gerade unter jüngeren Ärzten.

Die wissenschaftliche Schulmedizin ist aber nicht frei von einer Weltanschauung. Sie baut auf den Lehren der Wissenschaft auf und vertritt die Evolutionstheorie. Nach dieser Ansicht ist der Mensch ein Zufallsprodukt der Evolution, alles Leben begann mit einer Zelle. Der Schöpfergott der Bibel spielt für die meisten Ärzte keine Rolle.

Die wissenschaftlich-schulmedizinischen Verfahren bergen zwar keine Gefahr, dass sie direkt mit spirituellen Heilverfahren in Berührung kommen, doch schwingt auch hier eine Weltanschauung mit. Die Wissenschaft scheint das Maß der Dinge zu sein. Es scheint, als ob der Wissenschaft bald alles möglich wäre. Es scheint so, als ob bald alle Krankheiten heilbar wären. Die Wissenschaft macht gewaltige Fortschritte. Viele Erkrankungen, an denen die Menschen noch vor fünfzig Jahren starben, sind heute heilbar. Der Gencode des Menschen ist entschlüsselt. Die Wissenschaft wird übermütig, der Mensch spielt Gott (Klonen, Genmanipulation) und will sein wie Gott. Das ewige Leben scheint wissenschaftlich erreichbar zu werden.

Auch hier begegnet uns das gleiche Ziel, das auch die Esoterik hat, nämlich dass der Mensch wie Gott sein will.

Die Esoteriker versuchen dieses Ziel auf energetisch-spirituellem Wege zu erreichen, die Wissenschaft versucht dies auf wissenschaftlichem Wege zu erreichen. Das begegnet uns, wie schon im Kapitel „Esoterik“ beschrieben, in der Bibel gleich zu Anfang der Menschheitsgeschichte. Im ersten Buch Mose, im dritten Kapitel, wird vom Sündenfall der ersten Menschen (Adam und Eva) erzählt. Sie wollten sein wie Gott und das wurde ihnen und der gesamten Menschheit zum Verhängnis. Das ist die Ursünde der Menschheit überhaupt, die sich durch die ganze Geschichte zieht. Die Menschen leiden unter Größenwahn, dem Schöpfergott wird nicht die Ehre gegeben und das wird uns zum Verhängnis.

 

Bewertung der Schulmedizin aus christlicher Sicht
Die Bewertungen und Ansichten entspringen ausschließlich meiner persönlichen Meinung und meinem christlichen Glauben, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe.

Es ist gegen die schulmedizinischen Methoden aus biblischer Sicht erstmal nichts einzuwenden. Eine direkte Gefahr, mit spirituellen Kräften in Kontakt zu kommen, besteht nicht. Außer, der behandelnde Arzt vertritt solche Auffassungen, was leider zunehmend vorkommt.

Behandelt der Arzt mit naturheilkundlichen Methoden (Komplementärmedizin), so gelten die Beurteilungen der einzelnen Methoden, wie ich sie an anderer Stelle in meinem Buch beschrieben habe.

Die Schulmedizin birgt die Gefahr, dass man sich zu sehr auf sie verlässt. Man hat Gott anscheinend nicht mehr nötig.

Mir persönlich wurde dies einmal schmerzhaft bewusst. Unser Sohn erkrankte an einer sehr seltenen Nierenerkrankung, die meistens unter der Gabe des schulmedizinischen Wirkstoffes Cortison abheilt. Bei unserem Sohn war das nicht so, ihm half das Cortison nicht.

Die behandelnden Ärzte stellten die Prognose, dass die Nieren unseres Sohnes zunehmend Schaden nehmen würden und er in den kommenden fünf Jahren dialysepflichtig werden würde. Ich behandelte meinen Sohn zusätzlich mit naturheilkundlichen Methoden und wir besuchten die besten Spezialisten. Doch nichts half.

Wir Eltern bekamen mehr und mehr Angst und wir merkten, wie sehr wir uns trotz aller Gebete und trotz unseres scheinbaren Gottvertrauens zu sehr auf die Schulmedizin, auch auf die Naturheilkunde verlassen hatten. Vertrauen zu Gott fällt leicht, wenn man weiß, dass die moderne Medizin es schon richten wird. Wir bekannten dies unserem Herrn Jesus und baten ihn um Vergebung und vertrauten unseren Sohn ganz Jesus Christus an. Nach und nach trat eine Besserung der Krankheit ein. Unser Sohn gilt heute als geheilt.

Das wurde mir als Christ zu einem Lehrstück zum Thema Vertrauen. Ich musste feststellen, dass ich mich auch als Christ zu sehr an unsere moderne, hoch technisierte Lebensführung gewöhnt hatte, die anscheinend alle unsere Probleme lösen kann.

 

Weitere Anmerkungen zur Schulmedizin

Manche Christen lehnen einige alternative Behandlungsmethoden ab, weil sie einer Philosophie entspringen, die der Weltanschauung des christlichen Glaubens widerspricht. Eigenartigerweise wird diese Bewertungsgrundlage nur für Naturheilverfahren angewendet, nicht für die Schulmedizin. Konsequenterweise angewandt müsste diese Bewertungsgrundlage auch zur Ablehnung der Schulmedizin führen, weil auch sie einer Weltanschauung entspringt und diese auch immer noch vertritt, die mit der biblischen Weltanschauung nur schlecht vereinbar ist.

Die Schulmedizin entstammt der Volksheilkunde, die sehr von heidnischem Götterglauben und magischem Denken bestimmt war. Als ein „Vater“ der Schulmedizin gilt der griechische Arzt Hippokrates (geboren 460 vor Christus). Er war als „Kind seiner Zeit“ der griechischen Götterwelt sehr verbunden. Der griechische Gott der Heilkunde hieß damals Äskulap. Noch heute ist der Stab des Äskulap (Stab mit Schlange) das Symbol der Schulmedizin. In der heutigen Zeit müssen Ärzte bei ihrer Vereidigung den Eid des Hippokrates schwören. Ein Ritual, das uns Christen verboten ist (Jakobus 5,12). Auch baut die Schulmedizin auf den Lehren der Evolutionstheorie und der Wissenschaft auf. So soll der Mensch vom Affen abstammen, was der biblischen Schöpfungslehre widerspricht. Der Mensch ist ein Zufallsprodukt der Evolution, so die Wissenschaft. Rückenschmerzen gibt es nur, weil der Mensch vom Vierbeiner zum Zweibeiner (aufrechter Gang) mutiert ist und dadurch die Wirbelsäule stärker belastet wird. Für die Wissenschaft ist der Mensch das Maß der Dinge und nicht Gott.

Der bekannte Arzt und Begründer der modernen Pathologie Rudolf Virchow sagte einmal: „Ich scheue mich nicht zu sagen, dass die Wissenschaft uns zur Religion geworden ist.“          

Doch dürfen wir als Christen die Schulmedizin dankend annehmen, da meist keine direkte spirituelle Belastung droht. Allerdings nimmt die Zahl der Ärzte, die für esoterisch-spirituelle Ansichten offen sind, zu.

Gott sollen wir die Ehre geben, er ist es, der die Heilung schenkt, so wie ich es in dem Kapitel „Überlegungen zu einer christlichen (Natur-) Heilkunde“ beschrieben habe. Das Gleiche gilt auch für die naturheilkundlichen Verfahren, die aus biblischer Sicht für in Ordnung bewertet worden sind.

 

 

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