Ohrakupunktur

Die Wurzeln der Ohrakupunktur liegen im alten China. Sie wird auch Auriculotherapie genannt.

Das Wissen um die reflektorischen Beziehungen bestimmter Ohrpunkte auf den menschlichen Organismus wurde hauptsächlich mündlich überliefert und gelangte im Laufe der Jahrhunderte von China über den Orient auch nach Europa. Die Ohrakupunktur geriet jedoch fast in Vergessenheit und wurde erst Mitte des 20. Jahrhunderts von dem französischen Arzt Paul Nogier wiederentdeckt. Er entwickelte in jahrelanger Arbeit die Grundlagen der Ohrakupunktur. Laienbehandler aus Afrika und Marseille halfen ihm anfangs dabei.

Durch Publikationen und internationale Kongresse gelangten die Erkenntnisse Nogiers nach China. Dies führte dazu, dass die Chinesen sich auf ihre alte Tradition der Ohrakupunktur besannen und ihrerseits die Ohrakupunktur wieder belebten. Sie entwickelten einen eigenen chinesischen Zweig der Ohrakupunktur.

Die französisch westliche Schule, wie auch die chinesisch östliche Schule sind international anerkannt.

Die Ohrakupunktur geht davon aus, dass der komplette Mensch mit seinen Organen und Systemen nochmals in verkleinertem Maßstab in der Ohrmuschel repräsentiert ist (siehe auch Fußreflexzonenmassage und Irisdiagnose).

Organe und Systeme sind als Reflexzonen in den Ohrmuscheln präsent und werden mit Akupunkturnadeln behandelt. Die Akupunkturnadeln werden dabei 1-2 mm tief in die Ohrmuscheln eingestochen. Es werden reflektorische Wirkungen auf die Organe des Menschen (z. B. Knochen, Gelenke, Nerven, innere Organe usw.) erzielt. Die Heil- und Regenerationskraft des Organismus, die Selbstheilungskräfte werden dadurch aktiviert.

  • Bewertung aus christlich-biblischer Sicht auf mögliche esoterische, magische oder okkulte Belastungen

Die Bewertungen und Ansichten entspringen ausschließlich meiner persönlichen Meinung und meinem christlichen Glauben, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe.
Bitte lesen Sie zusätzlich zur Bewertung auch unter Kapitel 11 „Grundsätzliches zur Bewertung aus biblischer Sicht“

Die Ohrakupunktur ist eine Reflextherapie. Das Ohr steht nerval mit dem Nervengeflecht „Plexus cervicalis“, dem Trigeminusnerv und dem Vagusnerv in Verbindung, die wiederum embryonalentwicklungsbedingt mit den Organen und Geweben des Körpers in Verbindung stehen. Der Wirkungsweg ist somit nicht esoterisch durch Energien oder kosmische Kräfte begründet, sondern über Nervenreflexe, die wissenschaftlich erklärt werden können. Es existieren gute wissenschaftliche Abhandlungen zur Ohrakupunktur.

Die Ohrakupunktur ist keine Energietherapie (siehe unter „Energiemedizin“), wie dies von manchen Therapeuten behauptet wird. Sie wird stark von der Esoterik vereinnahmt und es fließt je nach Behandler viel esoterisches Gedankengut mit ein.

Solange aber keine kosmischen Kräfte und Energien ins Spiel gebracht werden und esoterische Weltanschauungen außen vor bleiben, ist diese Therapie als Reflextherapie aus biblischer Sicht in Ordnung.

Weitere Anmerkungen:

Manche Christen befürchten, dass allein durch das Drücken von Fußreflexzonen oder von Akupressurpunkten oder durch das Akupunktieren von Reflexzonen, okkulte Kräfte aktiviert werden können.

Diesen Christen sei gesagt, dass es keine „okkulten Zonen“ am Körper gibt, die, wenn sie durch eine Reflexbehandlung aktiviert werden, zu einer okkulten Belastungen führen können. Wenn dem so wäre, müsste jeder Schritt, den wir gehen, bei dem die Fußsohlen gedrückt werden, zu einer okkulten Belastung führen. Christen müssten dann auch in der ständigen Angst leben, dass wenn sie von anderen Menschen berührt werden und dies zufällig an einer „okkulten Zone“ passiert, sie dann dadurch okkult belastet werden können.

Was eine Behandlung okkult macht, ist die Geisteshaltung, die dabei eingenommen wird. Der Glaube an übernatürliche energetisch-spirituelle Kräfte, die durch Naturheilbehandlungen zur Wirkung kommen sollen, öffnet die Tür zum Verborgenen (Okkulten), nicht das Drücken oder Akupunktieren von Reflexzonen. Manchmal können auch okkulte Belastungen dadurch entstehen, dass der Therapeut mit okkulten Kräften in direkter Verbindung steht und diese bei der Behandlung auf den Behandelten übergehen können, weil dabei der Geist der Behandelten geöffnet wird.

Auch die Angst mancher Christen vor okkulten Gefahren, die anscheinend immer und überall drohen, eröffnet okkulten Kräften die Möglichkeit, wirken zu können. Sie erhalten gerade dadurch indirekt Erlaubnis wirken zu dürfen, da sich manche Christen ständig davon bedroht sehen und überall okkulte Kräfte vermuten. Lesen Sie mehr hierzu im Kapitel „Was der Teufel nicht verhindern kann, das übertreibt er“.

 

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