Autogenes Training

Das Autogene (griechisch: selbst hervorrufen) Training ging aus der Hypnoseforschung hervor. Der Hirnforscher Oskar Vogt (1870-1959) entdeckte, dass Patienten, die mit Hypnose behandelt wurden, sich auf Dauer selbst in einen hypnoseähnlichen Zustand versetzen konnten. Er schuf die Grundlagen, auf denen das Autogene Training entwickelt wurde.

Mithilfe des Autogenen Trainings sollen Veränderungen des Bewusstseins und der Emotionen wie Wut, Angst, Ärger, Erregungszustände usw., der Sinneswahrnehmungen, des Gedächtnisses und der vegetativen Funktionen (z. B. Regelung des Blutdrucks, der Herzfrequenz und der Muskelspannung) erreicht werden. Sie basiert auf einer Autosuggestion.

Das Autogene Training gliedert sich in ein System aus Unter- und Oberstufe. Die Unterstufe hat die Entspannung zum Ziel. Die Betroffenen sollen erlernen, einen Zustand der Entspannung je nach Bedarf jederzeit selbst zu bewirken.

Das Ziel der Oberstufe ist das psychische Befinden zu verändern. Probleme sollen mithilfe von Autosuggestion gelöst werden. Die Ursachen der Probleme spielen dabei keine Rolle.

Das Erlernen des Autogenen Trainings erfolgt meist in Gruppen und wird in einer entspannten Sitzhaltung oder im Liegen durchgeführt. Ein Gruppenleiter gibt Anweisungen. Die Übenden sollen dazu befähigt werden, die Übungen auf Dauer selbst durchführen zu können.

Die Übungen der Unterstufe sind vorwiegend Schwere- und Wärmeübungen. Der Übende spricht sich formelhaft Sätze zu wie z. B.: Mein linker Arm wird schwer. Mein rechter Arm wird schwer. Meine linke Hand wird angenehm warm. Mein linker Arm wird angenehm warm.

Bei den Übungen der Oberstufe geht es unter anderem um das Wahrnehmen konkreter Gegenstände (z.  B. der Baum, das Blatt, die Blume) und um Autosuggestion („Ich akzeptiere mich so wie ich bin.“ „Ich habe keine Angst mehr.“ „Alles wird gut werden.“). Auch werden meditative Übungen wie „eine Reise zum Meeresgrund“ oder „eine Reise auf den Gipfel eines Berges“ durchgeführt.

Die Anwendungsgebiete sind vielfältig. Es wird unter anderem bei Stress und stressbedingten Leiden wie z. B. Bluthochdruck, Tinnitus, Verspannungen oder Kopfschmerzen und bei psychischen Belastungen und Erkrankungen wie Ängsten, Depressionen und Burn-out angewandt.

  • Bewertung aus christlich-biblischer Sicht auf mögliche esoterische, magische oder okkulte Belastungen

Die Bewertungen und Ansichten entspringen ausschließlich meiner persönlichen Meinung und meinem christlichen Glauben, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe.
Bitte lesen Sie zusätzlich zur Bewertung auch unter Kapitel 11 „Grundsätzliches zur Bewertung aus biblischer Sicht“ nach.

Das Autogene Training ist eine Selbstsuggestion. Suggestion ist eine manipulative Beeinflussung von Gedanken und Empfindungen. Manipulation ist eine verdeckte, verborgene und gezielte Einflussnahme mit dem Ziel, das Verhalten und Empfinden des Betroffenen zu ändern, ohne dass es der Betroffene selbst wahrnimmt.

Die tiefen Ursachen von Stress und Problemen werden mit dem Autogenen Training nicht gelöst. Eventuell notwendige Veränderungen der Lebensumstände oder notwendige Entwicklungsschritte können nicht vollzogen werden, da nur an den Auswirkungen, nicht an den Ursachen herummanipuliert wird. Autogenes Training ist ein „Einlullen“, ein Abtauchen, eine Art Droge, die kurzfristig alles schön macht, aber nicht wirklich dauerhaft Befreiung schenkt. Der Übende

manipuliert sich unwissend selbst. Für mich als Christ ist es ein Weg der Selbsterlösung; der Mensch versucht sich selbst in den Griff zu kriegen und schafft es doch nicht.

Gott will in unserem Leben regieren. Er weiß, was für uns gut ist und möchte uns reich mit überfließendem Leben beschenken (Johannes 7,38). Gott will unser Leben starkmachen, dass sich jeder den Umständen des Lebens stellen, Belastungen erkennen und notwendige Veränderungen einleiten kann.

Weiter besteht die Gefahr, dass durch die Versenkung in das Autogene Training der Geist auf „Empfangsbereitschaft“ geht. Das Tor zur unsichtbaren spirituellen Welt öffnet sich dadurch. Transzendente spirituelle Erfahrungen werden ermöglicht. Es besteht die Gefahr, dass man mit Geistern in Kontakt kommt, die sich als Engel des Lichts (2.Korinther 11,14) verkleidet haben und die auf unser Denken, Fühlen und Handeln Einfluss nehmen, ohne dass man dies bemerkt (Manipulation).

Aus biblischer Sicht muss das Autogene Training abgelehnt werden.

 

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